lebensverändernde Fragen

Robert Betz Fragen aus „ Willkommen im Reich der Fülle“ als Buch und Hörbuch erschienen

Jeder Mensch ist Schöpfer seiner Lebenswirklichkeit.
Kannst du dir wirklich vorstellen, dass alles, was du heute in deinem Leben vorfindest von dir erschaffen wurde, ohne dass du vielleicht bemerkt hast, wie du das gemacht hast? Was löst der Gedanke aus in dir? Ist es ein unangenehmes Gefühl? Welches Gefühl ist es, den dieser Gedanke in dir auslöst – vielleicht Schuld, versagt haben, Frustration, Traurigkeit? Lass diese Gefühle zu und schiebe sie nicht weg. Beobachte dieses Gefühl einfach in dir.

Wie stark ist deine Bereitschaft, deine Schöpferverantwortung zu übernehmen? Auf wen hast du bisher die Verantwortung für deine Mangelzustände, Misserfolge, Schicksalsschläge übertragen?
Liste alle Menschen, Umstände, Situationen auf und frage dich, was du ihnen vorwirfst und schreibe es auf. Schreibe einfach von der Leber weg alles auf, was bis heute auf der Leber liegt.

Mangelnde Selbstanerkennung und Selbstwertschätzung sind die eigentlichen Ursachen jeglichen Mangels.
Frage dich ehrlich, wie sehr erkenne ich meine eigene Lebensleistung an?
Wie sehr wertschätze ich mich selbst als Frau oder als Mann?
Wenn du dich nackend im Badezimmer anschaust, was denkst und fühlst du dieser Person gegenüber? Kannst du aus vollem herzen sagen: Guten Morgen meine Liebe, mein Lieber, ich liebe dich!?

Wir haben die Gedanken, die andere über uns dachten/ denken zu unseren eigenen gemacht. Unsere Gedanken zu uns selbst erschaffen unser Selbstwertgefühl. In der Kindheit haben wir uns oft verbogen, um die Anerkennung und Liebe der Erwachsenen, die für uns wie Brot war, voll zu bekommen. Wir haben begonnen, uns selbst abzulehnen, vielleicht sogar zu hassen.
Wofür haben mich die Eltern, Geschwister, Lehrer etc. immer wieder kritisiert? Was haben sie an mir nicht gemocht und abgelehnt? Wofür bin ich als Kind öfter bestraft worden? Was haben sie versucht, mir abzugewöhnen?
Schreibe alles auf und frage dich dann: Was lehne ich bis heute selbst an mir ab? Welche Gefühle, welche Eigenschaften mag ich an mir selbst nicht? Was verurteile ich an mir und sage nein dazu?

Das Leben kann dich nicht besser behandeln als du es selbst tust.
Wie gehst du den Tag über mit dir um? Gehst du liebevoll, ermutigend, unterstützend mit dir um? Machst du es dir leicht, wo du kannst? Lobst du dich selbst? Ehrst und würdigst du dich für deinen Weg?
Wie gehst du mit deinem Körper um? Machst du viele Pausen? Gönnst du dir abhängen, nichts tun, feierst du deinen Feierabend?

Wie du über das Leben denkst, so antwortet es dir. Wenn wir denken, das Leben ist schwer und ungerecht, können wir kein leichtes angenehmes Sein finden, „denn nach deinem Glauben geschehe dir“. Nimm die Zeit und bringe alle Gedanken zu Papier, die du über das leben denkst.
Wundere dich nicht, was da noch alles von früher in dir steckt. Bsp. Satz: Vom leben kriegt man nichts geschenkt! Stimmt das wirklich? Überlege dir einmal, was du in der letzten Woche oder an einem einzigen Tag alles geschenkt bekommen hast (z.B. den Atem).

Unbewußtheit ist die eigentliche Quelle von Mangelzuständen.
Lebe ich ein Leben in großer Bewußtheit? Ist mir am Morgen, wenn ich aufwache bewusst, wozu ich lebe und weshalb ich aufstehe an diesem frühen Morgen? Ist mir der Sinn meines Lebens bewusst und lebe ich danach? Wie stark ist in mir der Wunsch nach einem Leben in großer Bewußtheit, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit?  Und wie könnte ein solches Leben aussehen, wie würde es sich anfühlen für mich?

Menschen, die sich für andere aufopfern, gehen leer aus.
Gehörst auch du zu den Menschen, die viel für andere tun? Liegt dir das Wohlergehen deines Kindes, Partners, deiner Eltern mehr am herzen als dein eigenes? Wie viel tue ich für andere und wie viel tue ich für mich selbst in meinem Leben? Wenn ich für andere tätig bin, wie geht es mir dabei? Erfüllt es mich wirklich mit großer Freude? Was erwarte ich für meinen Einsatz – Dank, dass meine Kinder sich später einmal um mich kümmern?

Wir haben Angst machtvoll zu sein, doch wenn wir das ablehnen, erwählen wir das Gegenteil – Ohnmacht.
Wie fühlt sich das an: Ich bin ein machtvolles schöpferisches Wesen. Ich habe die Macht zu erschaffen, was immer ich will? Wie klingt das Wort Macht in deinen Ohren – unangenehm, negativ? Macht ist weder positiv noch negativ, so wie ein Küchenmesser weder gut noch schlecht ist. Macht kann man nicht wegurteilen. Überlege dir, was du für in Zukunft wählen willst.

Selbstzentriertheit heißt Liebe, heißt Konzentration auf dich selbst und deine Angelegenheiten.
Bist du mit deiner Aufmerksamkeit am Tag oft bei dir oder bei anderen, deinem Mann, deinen Kindern, Eltern…? Die Frage ist hier Selbstzentriertheit oder Du-Sucht. Wir sind oft süchtig danach, unsere Nasen in die Angelegenheiten anderer zu stecken. Selbstzentriertheit bedeutet Liebe, denn wer sich liebevoll um sich selbst kümmert, ist für seine Umgebung ein wunderbares Vorbild. Würde sich jeder erst einmal um sich selbst kümmern, wäre diese Welt um Tonnen von so genannten Problemen leichter.

Was uns unangenehm ist, dass wollen wir wegmachen. Das ist eins der verbreitesten Verhaltensmuster der westlichen Welt. Wir sagen nein zu dem, was uns stört und möchten, dass es möglichst schnell wieder verschwindet, ob es unsere Migräne ist, Menschen, die uns verletzt haben oder das so genannte schlechte Wetter ist oder Angstgefühle, die immer wieder in uns hoch steigen. Was kannst du bis heute in deinem Leben nicht akzeptieren, annehmen kannst und weghaben möchtest? Zu welchen Gefühlen, zu welchen Ereignissen, zu welchen Menschen sagst du bis heute nein, wo sie doch ein teil deines Lebens waren oder sind?